Chinche Asesino de Dos Punto s-  Platymeris biguttatus
Chinche Asesino de Dos Punto s-  Platymeris biguttatus

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Platymeris biguttatus – Zweifleckige Raubwanze

Biologie

Platymeris biguttatus ist eine afrikanische Raubwanzenart aus der Familie der Reduviidae, die vor allem für ihr räuberisches Verhalten und ihre außergewöhnliche Jagdeffizienz bekannt ist. Sie bewohnt hauptsächlich tropische und subtropische Regionen Afrikas, wo sie warme Gebiete mit einem reichen Vorkommen kleiner Wirbelloser besiedelt.

Es handelt sich um einen opportunistischen und äußerst aggressiven Räuber, der in der Lage ist, eine große Vielfalt von Beutetieren durch extrem schnelle Angriffe zu überwältigen. Im Gegensatz zu phytophagen Wanzen besitzen Reduviidae einen stechend-saugenden Mundapparat, der ausschließlich an die räuberische Lebensweise angepasst ist.

Der Beutefang erfolgt mithilfe eines kräftigen Stechrüssels, mit dem Verdauungsspeichel und toxische Substanzen in die Beute injiziert werden. Diese Flüssigkeiten beginnen, die Gewebe des erbeuteten Tieres innerlich zu verflüssigen, sodass anschließend die entstehenden Nährflüssigkeiten ausgesaugt werden können. Nach der Nahrungsaufnahme bleibt häufig nur das leere und vollständig ausgetrocknete Exoskelett der Beute zurück.

Es handelt sich überwiegend um eine nacht- oder dämmerungsaktive Art, die jedoch auch tagsüber aktiv werden kann, wenn Nahrung oder Störungen wahrgenommen werden.

Trotz ihres räuberischen Charakters toleriert sie die Vergesellschaftung mit Artgenossen relativ gut, sofern ausreichend Platz und Nahrung vorhanden sind, sodass eine Haltung in kleinen Gruppen oder Kolonien möglich ist.

Die Fortpflanzung in Gefangenschaft ist vergleichsweise einfach. Die Weibchen legen regelmäßig Eier auf dem Substrat oder auf geschützten Oberflächen ab. Daraus schlüpfen sehr aktive und bereits in den ersten Entwicklungsstadien vollständig funktionsfähige Nymphen.

Als Verteidigungsmechanismus kann die Art neben ihrem Stich auch ätzende Flüssigkeiten mithilfe ihres Rüssels auf potenzielle Bedrohungen spritzen. Diese Sekrete sind gefährlich, wenn sie mit Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommen.

Größe und Morphologie

Platymeris biguttatus besitzt einen robusten und langgestreckten Körper mit eindeutig räuberischem Erscheinungsbild.

Die Färbung ist überwiegend schwarz und wird durch zwei sehr charakteristische weiße Flecken auf den Flügeln kontrastiert, die für den gebräuchlichen Namen der Art verantwortlich sind.

Die Beine sind lang und kräftig, wodurch die Beute sehr effektiv festgehalten werden kann. Der Stechrüssel bleibt unter dem Kopf eingeklappt, wenn er nicht benutzt wird.

Die Nymphen weisen auffällige rot-schwarze Muster auf und erhalten ihre endgültige Färbung schrittweise nach den aufeinanderfolgenden Häutungen.

Ungefähre Maße:

  • Frisch geschlüpfte Nymphen: 4 – 6 mm
  • Adulte Tiere: 18 – 24 mm

Haltung in Gefangenschaft

Platymeris biguttatus ist eine sehr robuste und leicht zu haltende Art und zählt zu den empfehlenswertesten Arten für Einsteiger in die Haltung von Reduviidae.

Empfohlene Parameter

  • Temperatur: 24 – 30 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 50 – 70 %
  • Belüftung: mittel bis hoch
  • Terrarium: trocken oder leicht feucht, mit Versteckmöglichkeiten und vertikalen Strukturen.

Die Art benötigt keine extrem spezifischen Bedingungen, profitiert jedoch von einer gewissen thermischen Stabilität.

Ernährung

Sie ernährt sich ausschließlich von lebender oder frisch getöteter Beute.

In Gefangenschaft werden problemlos akzeptiert:

  • Heimchen
  • Schaben
  • Fliegen
  • Mehlwurmlarven
  • Kleine Heuschrecken

Die Nymphen benötigen Beutetiere, die ihrer Größe entsprechen.

Es handelt sich um eine gefräßige Art mit stark ausgeprägter Fressreaktion, die nahezu jede sich bewegende Beute schnell angreift.

Verhalten und Handhabung

Die Art ist schnell und reaktionsfreudig, insbesondere während der Nachtstunden.

Eine Gruppenhaltung ist bei ausreichendem Nahrungsangebot möglich, allerdings kann unter Stress, Überbesatz oder Ressourcenmangel Kannibalismus auftreten.

Auf vollkommen glatten Oberflächen klettert die Art nicht besonders gut, kann jedoch raue Strukturen problemlos nutzen.

Direkte Handhabung sollte unter keinen Umständen erfolgen. Aufgrund ihrer Fähigkeit, mithilfe ihres Stechrüssels defensive Verdauungsflüssigkeiten zu verspritzen, sollte jede Manipulation indirekt erfolgen, beispielsweise mithilfe von Rindenstücken, Hilfsbehältern oder Oberflächen, auf denen sich das Tier selbstständig und sicher bewegen kann.

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