Pystalla horrida - Chinche Asesina Espinosa
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Psytalla horrida

Biologie

Psytalla horrida ist eine afrikanische Raubwanzenart aus der Familie der Reduviidae, die für ihr äußerst stacheliges Erscheinungsbild und ihr ausgeprägtes räuberisches Verhalten bekannt ist.

Sie bewohnt warme und trockene Regionen des afrikanischen Kontinents, wo sie Baumstämme, Rinden und Gebiete mit reichhaltiger Mikrofauna besiedelt.

Es handelt sich um einen aktiven Räuber, der Beutetiere durch Vibrationen und Bewegungen wahrnimmt und sie mit seinem kräftigen Stechrüssel schnell angreift.

Wie andere Reduviidae injiziert sie Verdauungsenzyme und lähmende Toxine, die beginnen, die Beute innerlich zu zersetzen. Anschließend saugt sie die entstehenden Flüssigkeiten auf und hinterlässt nach der Nahrungsaufnahme lediglich die trockenen Überreste des Exoskeletts.

Die Art ist überwiegend nachtaktiv und verbringt einen Großteil des Tages versteckt in Unterschlüpfen oder schattigen Bereichen.

Ihr einschüchterndes Erscheinungsbild stellt einen ihrer größten Reize in der Terrarienhaltung dar, insbesondere aufgrund der zahlreichen Dornen, die nahezu den gesamten Körper bedecken.

Die Weibchen legen relativ häufig Eier ab, und die Nymphen zeigen unter guten Bedingungen ein schnelles Wachstum.

Als Verteidigungsmechanismus kann die Art zudem reizende Verdauungsflüssigkeiten mit ihrem Rüssel verspritzen, insbesondere wenn sie sich bedrängt oder manipuliert fühlt.

Größe und Morphologie

Psytalla horrida besitzt einen breiteren und kompakteren Körper als Platymeris und wirkt stark gepanzert.

Die Färbung kombiniert Braun-, Schwarz- und Ockertöne, was eine ausgezeichnete Tarnung auf Rinde und Holz ermöglicht.

Das auffälligste Merkmal sind die markanten Dornen an Beinen, Thorax und Abdomen, die der Art ihr charakteristisches Aussehen verleihen.

Der Stechrüssel ist kurz, kräftig und bei der Beutefang äußerst effizient.

Ungefähre Maße:

  • Frisch geschlüpfte Nymphen: 5 – 7 mm
  • Adulte Tiere: 25 – 35 mm

Haltung in Gefangenschaft

Psytalla horrida ist eine robuste Art, die jedoch etwas empfindlicher auf schlechte Haltungsbedingungen reagiert als Platymeris biguttatus.

Empfohlene Parameter

  • Temperatur: 24 – 28 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 55 – 75 %
  • Belüftung: hoch.
  • Terrarium: strukturiert mit Rindenstücken, Ästen und trockenen Verstecken.

Es wird empfohlen, übermäßige Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden, um Pilzprobleme während der Häutungen zu verhindern.

Ernährung

Die Art akzeptiert eine große Vielfalt an Insekten:

  • Heimchen
  • Schaben
  • Fliegen
  • Kleine Heuschrecken
  • Käferlarven

Die Nymphen zeigen bereits in frühen Entwicklungsstadien eine große Gefräßigkeit.

Eine regelmäßige Fütterung ist wichtig, um Kannibalismus zu minimieren.

Verhalten und Handhabung

Es handelt sich um eine defensive, schnelle und sehr reaktionsfreudige Art.

Obwohl sie unter Beobachtung in kleinen Gruppen gehalten werden kann, zeigen adulte Tiere in der Regel ein stärker ausgeprägtes Territorialverhalten als Platymeris.

Eine direkte Handhabung sollte unbedingt vermieden werden. Das Tier sollte stets indirekt gehandhabt werden, indem man es dazu bewegt, freiwillig auf Behälter, Rindenstücke oder Hilfsflächen zu klettern. Dadurch werden Stresssituationen vermieden, in denen die Wanze Verdauungsflüssigkeiten auf den Halter verspritzen könnte.

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