Myrmecia pavida – Hormiga Bulldog de Australia Occidental
Myrmecia pavida – Hormiga Bulldog de Australia Occidental

Myrmecia pavida – Hormiga Bulldog de Australia Occidental

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Kolonie

 

Myrmecia pavida – Westaustralische Bulldogameise

Biologie

Myrmecia pavida ist eine große Bulldogameise aus dem Südwesten Australiens, mit Nachweisen hauptsächlich aus relativ gemäßigten Regionen mediterranen Typs. Sie bewohnt offene Wälder, Buschlandschaften und gut drainierte Böden, in denen sie ihre Nester direkt im Boden anlegt.

Sie gehört zur gulosa-Gruppe, die einige der größten und kräftigsten Myrmecia-Arten umfasst. Wie für die Gattung typisch, besitzt sie große Facettenaugen, kräftige Mandibeln und einen voll funktionsfähigen Stachel.

Die verfügbaren Nachweise deuten auf eine überwiegend nacht- oder dämmerungsaktive Lebensweise hin, obwohl dieser Aspekt weniger gut dokumentiert ist als bei anderen Arten der Gattung. Die Arbeiterinnen können bei schwachem Licht fouragieren, wodurch sie übermäßiger Hitze weniger ausgesetzt sind.

Es handelt sich um eine sehr defensive Art. Wenn eine Arbeiterin eine Bedrohung wahrnimmt, richtet sie häufig den Kopf darauf aus und verfolgt die Bewegung, bevor sie eine Abwehrhaltung einnimmt oder angreift.

Ihre natürliche Ernährung kombiniert die Jagd auf kleine Wirbellose mit dem Konsum zuckerreicher Flüssigkeiten. Die Arbeiterinnen jagen hauptsächlich einzeln, ohne auf Massenrekrutierung angewiesen zu sein.

Die soziale Struktur von Myrmecia pavida ist besonders interessant. Die meisten untersuchten Kolonien waren monogyn, aber gelegentlich wurden auch polygyne Kolonien mit mehr als einer reproduktiven Königin festgestellt.

Diese gelegentliche Polygynie sollte nicht mit ihrer hohen Polyandrie verwechselt werden. Bei dieser Art kann sich eine einzelne Königin mit mehreren Männchen paaren, wodurch die genetische Vielfalt innerhalb der Kolonie erhöht wird.

Die maximale Individuenzahl, die eine Kolonie erreichen kann, ist nicht gut dokumentiert. Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur gulosa-Gruppe ist jedoch eher mit mittelgroßen Kolonien als mit extrem massiven Kolonien zu rechnen.

Die Gründung ist semi-klaustral. Die Königin muss ihr Versteck in den ersten Entwicklungsphasen regelmäßig verlassen, um Nahrung aufzunehmen und kleine Beutetiere zu fangen.

Größe und Morphologie

Myrmecia pavida ist eine große, robuste und imposant wirkende Ameise. Sie besitzt eine langgestreckte Silhouette, große Facettenaugen und kräftige Mandibeln, die sowohl an Jagd als auch Verteidigung angepasst sind.

Die Färbung kann zwischen Populationen erheblich variieren. Mehrere Farbmorphen wurden identifiziert, wobei je nach Herkunft meist dunkle, rötliche, orangefarbene oder braune Töne erhalten bleiben.

Diese Variabilität macht M. pavida besonders attraktiv, da zwei Kolonien aus verschiedenen Populationen deutlich unterschiedliche Erscheinungsbilder zeigen können.

Die Arbeiterinnen zeigen gewisse Größenunterschiede, was bei großen Arten der gulosa-Gruppe üblich ist, obwohl keine klar differenzierten Soldatenkasten existieren.

Der Stachel ist vollständig entwickelt und mit Giftdrüsen verbunden. Die Kombination aus Mandibeln, Körperkraft und Stich macht sie zu einer Art, die mit großer Vorsicht gehandhabt werden muss.

Ungefähre Maße

  • Arbeiterinnen: 19-22 mm
  • Königinnen: 24-27 mm

Haltung in Gefangenschaft

Myrmecia pavida ist eine relativ unkomplizierte Art innerhalb der für die Gattung typischen Komplexität. Die Kolonien werden normalerweise nicht übermäßig groß, benötigen jedoch Stabilität, Platz und sorgfältige Pflege.

Empfohlene Parameter

  • Aktive Temperatur: 22–27 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 50–70 % im Brutbereich
  • Nest: naturnah oder mineralisch, mit Substrat für die Larven

Das Nest muss einen klar definierten Feuchtigkeitsgradienten bieten. Eier und Larven benötigen einen feuchten Bereich, der Austrocknung verhindert, während Puppen in trockeneren Bereichen liegen sollten, um ihre Entwicklung korrekt abzuschließen.

Die Larven benötigen Substratpartikel, um ihre Kokons korrekt zu bauen. Daher sollte auch bei Verwendung eines künstlichen Formikariums etwas Sand, Erde oder feines mineralisches Substrat angeboten werden.

Diapause

Die Art stammt aus Regionen mit ausgeprägter Saisonalität und sollte eine milde Überwinterung erhalten. In Australien fällt diese Zeit mit den kälteren Monaten des Jahres zusammen.

Während dieser Zeit können sie ungefähr bei 10 bis 18 °C gehalten werden, wobei plötzliche Temperaturabfälle vermieden werden sollten. Nahrungssuche und Entwicklung verlangsamen sich deutlich.

Ernährung

Die Ernährung sollte auf zwei Säulen beruhen:

  • Kohlenhydrate: Nektare oder zuckerhaltige Flüssigkeiten regelmäßig verfügbar, vorzugsweise ad libitum.
  • Proteine: kleine Insekten, während der Gründung vorzugsweise frisch getötet und in etablierten Kolonien lebend oder frisch getötet.

Während der Gründung sollten kleine und vorzugsweise frisch getötete Beutetiere angeboten werden, um das Risiko für die Königin zu verringern. Sobald die Kolonie etabliert ist, kann eine größere Vielfalt an Beute angeboten werden.

Der Proteinverbrauch steigt deutlich, wenn Larven in Entwicklung vorhanden sind. In larvenfreien Zeiten ist es normal, dass die Arbeiterinnen die Proteinaufnahme reduzieren.

Verhalten und Sicherheit

Es handelt sich um eine sehr visuelle, schnelle und reaktionsfreudige Art. Die Arbeiterinnen können externe Bewegungen erkennen und dem Halter mit dem Kopf folgen, besonders wenn das Nest gestört wird.

Sie kann geschickt auf glatten Oberflächen klettern, daher wird die Verwendung von Ausbruchssicherungen empfohlen.

Ihre Größe erleichtert das Auffinden der Individuen, erhöht aber auch die Reichweite ihrer Mandibeln und die Stärke ihres Stiches. Direkte Handhabung wird unter keinen Umständen empfohlen.

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