Myrmecia simillima – Hormiga bulldog saltadora
Myrmecia simillima – Hormiga bulldog saltadora

Myrmecia simillima – Hormiga bulldog saltadora

300,00 €
Bruttopreis
Kolonie

 

Myrmecia simillima

Biologie

Myrmecia simillima ist eine Art aus dem Südosten Australiens, die hauptsächlich mit offenen Gebieten mit Baumbewuchs, insbesondere Eukalyptuswäldern, assoziiert ist. Wie andere Arten der Gattung zeigt sie ein aktiv räuberisches Verhalten, das auf individueller Jagd ohne Rekrutierung basiert.

Die Arbeiterinnen lokalisieren und erbeuten ihre Beute eigenständig und nutzen dabei ihre Mandibeln und ihren Stachel, um die Beute schnell zu immobilisieren. Es handelt sich um eine tagaktive Art, deren Aktivität sich auf die Tagesstunden konzentriert.

Ein charakteristisches Merkmal im Vergleich zu verwandten Arten ist ihre Fähigkeit, kleine Sprünge auszuführen, die sie sowohl beim Beutefang als auch in Flucht- oder Alarmsituationen einsetzt. Dieses Verhalten verleiht ihr eine außergewöhnliche Reaktionsfähigkeit auf kurze Distanz.

Die Art zeigt ein extrem aggressives und territoriales Verhalten und reagiert schnell auf Vibrationen oder Eindringlinge. Die Kolonien nisten unter großen Steinen, Eukalyptusstämmen und an der Basis von Bäumen, von wo aus die Arbeiterinnen häufig zum Nahrungssuchen aufsteigen.

Die Kolonien sind klein und bestehen gewöhnlich aus einigen Hundert Individuen. Die Art besitzt brachyptere Königinnen, also Königinnen mit reduzierten oder wenig funktionalen Flügeln. Diese Königinnen weisen eine begrenzte Ausbreitungsfähigkeit auf, was bedeutet, dass neue Kolonien in kurzer Entfernung zum Ursprungsnest gegründet werden, häufig durch Fortbewegung am Boden anstatt durch lange Hochzeitsflüge. Außerdem macht dieses Merkmal die Königinnen für unerfahrene Beobachter schwer von großen Arbeiterinnen zu unterscheiden.

Wie bei der überwiegenden Mehrheit der Arten der Gattung Myrmecia ist die Koloniegründung semi-klaustral, was bedeutet, dass die Königin während der ersten Entwicklungsphasen das Nest verlassen muss, um zu jagen und die Larven zu ernähren. Dies beeinflusst den Erfolg der Gründung erheblich.

Größe und Morphologie

Die Färbung kann je nach Morphe variieren. In der Natur sind Individuen mit rötlichen Farbtönen in Kombination mit einem schwarzen Gaster sehr häufig, wodurch ein besonders charakteristischer Kontrast entsteht. In Gefangenschaft ist jedoch der häufigste und üblicherweise gehandelte Morphotyp vollständig schwarz, was die Form ist, der Züchter am wahrscheinlichsten begegnen werden.

Die Art zeichnet sich dadurch aus, dass sie zu den längsten Beinen innerhalb der Gattung besitzt, was ihr hohe Geschwindigkeit und ausgezeichnete Reaktionsfähigkeit am Boden verleiht.

Die Facettenaugen sind groß und hervorstehend, was ihre starke Abhängigkeit vom Sehvermögen widerspiegelt. Die Mandibeln sind verlängert und gezähnt und dafür ausgelegt, lebende Beute präzise festzuhalten.

Ungefähre Maße

  • Arbeiterinnen: 17–24 mm
  • Königin: 20–24 mm

Die Art ist monomorph, ohne differenzierte Kasten. Dennoch lässt sich innerhalb der Arbeiterinnen eine gewisse biphasische Struktur beobachten, mit zwei deutlich ausgeprägten Größenbereichen. Diese Differenzierung stellt keinen echten Polymorphismus dar, scheint jedoch mit einer funktionalen Spezialisierung verbunden zu sein, bei der kleinere Arbeiterinnen dazu neigen, im Nest zu bleiben, während größere Arbeiterinnen häufiger an Nahrungssuche und Verteidigung beteiligt sind.

Haltung in Gefangenschaft

Myrmecia simillima gilt als Art mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und eignet sich für Halter mit Erfahrung mit einfacheren Arten der Gattung, wie etwa Myrmecia nigriceps oder Myrmecia sp17.

Empfohlene Bedingungen:

  • Temperatur: 24–27 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 50–70 %
  • Nester: natürliche Materialien mit einer Mischung aus Substraten (Kokosfaser, feiner Sand, Lehm oder Weißtorf), mit großen Kammern, die eine korrekte Larvenentwicklung und günstige Bedingungen für das Kokonspinnen ermöglichen.

Es ist essenziell, innerhalb des Nestes einen Feuchtigkeitsgradienten zu schaffen: feuchtere Bereiche für Eier und Larven sowie trockenere Zonen für Puppen.

Die Art kann eine milde Diapause zeigen, bei der sich die Entwicklung während kalter Perioden verlangsamt. In Europa passt sie sich gewöhnlich dem lokalen Winter (Dezember–Februar) an und behält dabei eine gewisse Aktivität bei.

Die Ernährung sollte basieren auf:

  • Kohlenhydraten: regelmäßig angebotene zuckerhaltige Flüssigkeiten oder Nektare
  • Proteinen: kleine Beutetiere (Fliegen, Grillen, vorzugsweise Runner-Schaben usw.)

Ihre Schnelligkeit und Sprungfähigkeit erfordern äußerste Vorsicht bei der Handhabung.

Da es sich um eine aggressive Art mit funktionalem Stachel handelt, wird direkte Handhabung unter keinen Umständen empfohlen; es sollten stets entomologische Werkzeuge verwendet werden.

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