Pheidole rhea - Hormiga Titanica
Pheidole rhea - Hormiga Titanica

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Kolonie

 

Pheidole rhea

Biologie

Pheidole rhea, allgemein bekannt als die Titanenameise, ist eine besonders bemerkenswerte Art, da ihre Kolonien Supersoldaten hervorbringen – ein Fall von extremem und außergewöhnlichem Polymorphismus, selbst innerhalb der Gattung Pheidole.

Es handelt sich um eine Art mit hochentwickelter Koordination und sozialer Organisation, die in der Lage ist, riesige Superkolonien zu bilden, welche in der Natur ungefähr zwischen 100.000 und 1.000.000 Arbeiterinnen umfassen können. Ihr Wachstum ist außerordentlich schnell; in Gefangenschaft wurden Kolonien beobachtet, die unter optimalen Bedingungen innerhalb nur eines Jahres bis zu 35.000 Individuen erreichen konnten.

Die Nahrungssuche ist intensiv und stark organisiert und führt zu ausgedehnten und dicht bevölkerten Straßen, die besonders während der Aktivitätsphasen sichtbar sind und denen hochspezialisierter körnerfressender Arten wie Messor barbarus auf der Iberischen Halbinsel ähneln.

Die Produktion von Supermajors in Gefangenschaft ist nicht einfach und erfordert ein strenges und reichhaltiges Ernährungsregime, insbesondere hinsichtlich der Proteinzufuhr. Wenn diese Supersoldaten vorhanden sind, übernehmen sie mehrere Funktionen innerhalb der Kolonie – von der aktiven Nestverteidigung bis hin zur Zerkleinerung großer Samen, eine Aufgabe, für die sie über eine außergewöhnlich entwickelte Mandibelmuskulatur verfügen.

Kolonien von P. rhea zeichnen sich durch ihre hohe Aggressivität gegenüber anderen Insekten und insbesondere gegenüber anderen Ameisenarten aus, die sie systematisch angreifen. Besonders auffällig ist ihre Feindseligkeit gegenüber anderen sammelnden Ameisen wie Pogonomyrmex.

Größe und Morphologie

Die Titanenameise (Pheidole rhea) weist einen ausgeprägten Polymorphismus mit drei klar differenzierten Kasten auf: Arbeiterinnen, Soldaten und Supersoldaten. Gerade diese letzte Kaste verleiht der Art ihren gebräuchlichen Namen – in Anlehnung an die Titanen – aufgrund ihrer Größe, Robustheit und der unverhältnismäßig starken Mandibeln.

Es handelt sich um eine der Pheidole-Arten, die zu den größten bisher beschriebenen gehören. Sie zeichnet sich nicht nur durch ihre Länge, sondern insbesondere durch ihre außergewöhnliche Körperbreite aus – ein Merkmal, das selbst unter den großen Arten der Gattung selten ist.

Die Supersoldaten besitzen außergewöhnlich breite Köpfe, die bis zu 3,8 mm Breite erreichen können, was ihnen eine beispiellose Beißkraft verleiht.

Größe nach Kasten

  • Königinnen: 12–15 mm
  • Arbeiterinnen: 2–4 mm
  • Soldaten: 5–7 mm
  • Supersoldaten: 9–12 mm

Auf der Suche nach den Supersoldaten;

Haltung in Gefangenschaft

Die empfindlichste Phase von Pheidole rhea ist die Koloniegründung, weshalb der Erwerb von bereits etablierten Kolonien empfohlen wird. Ihr exponentielles Wachstum erfordert die Verwendung von modularen Nestern, vorzugsweise aus natürlichen Materialien, die eine schrittweise Erweiterung ermöglichen.

Wie andere Arten der Gattung Pheidole benötigt sie hohe Luftfeuchtigkeit, insbesondere in den Brutkammern, zwischen 60 und 80 %. Sie toleriert einen breiten Temperaturbereich und kann während des Winters eine leichte Winterruhe durchführen. Damit die Kolonie jedoch ihr volles Potenzial entfalten kann, wird empfohlen, sie bei 28 bis 30 °C zu halten.

Es handelt sich um eine omnivore Art mit einer sehr vielseitigen Ernährung. Obwohl sie nahezu jede Art von Nahrung akzeptiert, wird die regelmäßige Verwendung von zuckerhaltigen Flüssigkeiten und Nektaren nicht empfohlen. Aufgrund ihres körnerfressenden Verhaltens ist es wichtig, trockene Bereiche innerhalb des Nestes zur Lagerung von Samen bereitzustellen.

Die Fütterung sollte alle 2–3 Tage erfolgen, hauptsächlich mit lebenden oder toten Insekten. In den frühen Entwicklungsphasen der Kolonie ist es entscheidend, kleine und vorzugsweise frisch getötete Insekten anzubieten. Mit dem Wachstum der Kolonie können schrittweise größere und aktivere Beutetiere eingeführt werden.

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