Stigmatomma reclinatun - Hormiga Vampiro
Stigmatomma reclinatun - Hormiga Vampiro

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Stigmatomma reclinatum

Biologie

Ameisen der Gattung Stigmatomma sind hoch spezialisierte Räuber, die sich hauptsächlich auf die Jagd nach Myriapoden und anderen weichkörperigen Gliederfüßern konzentrieren. Sie verwenden ihre langen gezähnten Mandibeln, um ihre Beute fest zu packen und halten sie fest, bis sie vollständig überwältigt ist. Sie besitzen ein sehr starkes Gift, das in der Lage ist, Beutetiere zu neutralisieren, die deutlich größer sind als sie selbst.

Der gebräuchliche Name „Vampirameise“ stammt von einem besonders ungewöhnlichen Verhalten: Die Arbeiterinnen erzeugen kleine Einschnitte in der Körperhülle ihrer eigenen Larven, um sich von der austretenden Hämolymphe zu ernähren, ohne dabei erheblichen Schaden zu verursachen oder die Entwicklung der Larven zu beeinträchtigen.

Die Kolonien sind im Allgemeinen klein und bestehen aus einigen Dutzend bis etwas mehr als hundert Individuen. Sie wachsen langsam, und bei einigen Arten können Gamergates (fortpflanzungsfähige Arbeiterinnen) vorkommen, was ihrer sozialen Organisation zusätzliche Komplexität verleiht.

Größe und Morphologie

Vampirameisen besitzen eine primitive und kryptische Morphologie, die deutlich an ein unterirdisches Leben angepasst ist. Charakteristisch sind ihr verlängerter Kopf, stark reduzierte oder nahezu fehlende Augen sowie Mandibeln mit scharfen Zähnen, die dazu dienen, ihre Beute äußerst effektiv festzuhalten.

  • Größe: 6–8 mm

Haltung in Gefangenschaft

Sie benötigen stabile Umweltbedingungen mit hoher und konstanter Luftfeuchtigkeit. Die Verwendung von natürlichen oder halbnatürlichen Nestern ist unerlässlich, vorzugsweise mit Substrat (Lehmsand oder Kokosfaser), um eine unterirdische Umgebung nachzubilden.

  • Temperatur: 23–27 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 70–90 %

Die Ernährung stellt einen der kritischsten Aspekte ihrer Haltung dar. Es handelt sich um hoch spezialisierte Räuber, die sehr spezifische Beute benötigen, hauptsächlich weichkörperige Gliederfüßer. In einigen Fällen lehnen sie tote Beute ab, weshalb lebende Nahrung angeboten werden muss, um ihr natürliches Verhalten zu stimulieren. Zuckerhaltige Flüssigkeiten oder Nektare beachten sie gewöhnlich kaum, dennoch wird empfohlen, ihnen gelegentlich einen kleinen Tropfen anzubieten (einmal pro Woche).

Es wird empfohlen, sie stets mit entomologischen Werkzeugen zu handhaben und direkten Kontakt mit den Händen zu vermeiden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ameisen besitzt Stigmatomma eine sehr eingeschränkte Fähigkeit, glatte Oberflächen zu erklimmen.

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