Camponotus cf. mayri
Camponotus cf. mayri

Camponotus cf. mayri

Nur noch wenige Teile verfügbar
29,99 €
Bruttopreis
Kolonie

 

Camponotus cf. mayri

BIOLOGIE

Die von Antomas als Camponotus cf. mayri angebotene Kolonie gehört recht eindeutig zur Untergattung Orthonotomyrmex, einer Gruppe von Camponotus, die besonders durch ihren robusten Körper, die meist matte und stark skulpturierte Körperoberfläche, breitköpfige Majore und ein deutlich kantigeres Mesosoma-Profil als bei typischen Rossameisen gekennzeichnet ist.

Bei der Bestimmung als C. mayri sollte das cf. beibehalten werden, da es innerhalb von Orthonotomyrmex mehrere afrikanische Arten gibt, die einander recht ähnlich sind und deren Unterscheidung von feinen Details der Propodeum-Skulptur, der Form des Petiolus und der Einschnürung des Mesosomas abhängt. Auf dem Foto der von Antomas gehaltenen Linie ist das allgemeine Erscheinungsbild der Gruppe sehr gut zu erkennen, doch lassen sich nicht alle diese Merkmale mit ausreichender Genauigkeit beurteilen.

Die echte Camponotus mayri ist aus verschiedenen Lebensräumen Subsahara-Afrikas dokumentiert, insbesondere aus Savannen, Grasland, offenem Buschland und lichten Wäldern. Als diese Art bestimmte Exemplare stammen aus Akazienformationen, Miombo-Wäldern, Euclea-Buschland und offenen Gebieten mit trockenen Böden, von nahezu Meereshöhe bis zu Fundorten in über 1.500 Metern Höhe.

Kolonien wurden auch direkt im Boden und unter Steinen gefunden, weshalb die Bezeichnung „Rossameise“ nicht als zwingende Abhängigkeit von Holz verstanden werden darf. Einige Orthonotomyrmex können Äste und Pflanzenhohlräume nutzen, andere nisten jedoch problemlos im Boden. In dieser Hinsicht handelt es sich um eine recht opportunistische Gruppe.

Es gibt sogar einen Nachweis von C. mayri an einem verwesenden Tierkadaver, ein kleines Detail, das gut zum opportunistischen Charakter der Camponotus passt: Zuckerhaltige Flüssigkeiten versorgen hauptsächlich die erwachsenen Tiere, doch jede zugängliche tierische Quelle kann zur Proteinquelle für die Brut werden.

In der Haltung verhalten sie sich wie eine relativ unkomplizierte tropische Camponotus, die Nektar, Insekten und verschiedene Nesttypen gut annimmt. Sie benötigt keine spezialisierten Anlagen, weshalb wir sie mit dem Schwierigkeitsgrad 2/5 – Anfänger einstufen.

Die gebeugte Körperhaltung

Eines der auffälligsten Merkmale dieser Linie ist ihre Art zu laufen.

Wenn sich die Arbeiterinnen schnell fortbewegen, heben sie die Gaster an und krümmen den Körper, wodurch eine sehr charakteristische Silhouette entsteht. Diese Haltung fällt besonders bei den größeren Arbeiterinnen auf und gehört zu den am leichtesten erkennbaren Verhaltensmerkmalen der Kolonie.

Es handelt sich dabei nicht im eigentlichen Sinne um eine Drohhaltung, auch wenn sie deutlicher ausgeprägt ist, wenn die Ameisen alarmiert sind oder sich schnell durch den Futtersuchbereich bewegen.

Die Form des Mesosomas bei Orthonotomyrmex, zusammen mit dem relativ hoch angesetzten Petiolus und der Art, wie die Gaster getragen wird, trägt wesentlich zu diesem charakteristischen Erscheinungsbild bei.

Aktivität und Temperament

Es sind aktive Ameisen, die unter stabilen Haltungsbedingungen jedoch nicht besonders nervös sind.

Die Arbeiterinnen erkunden den Futtersuchbereich einzeln und finden Kohlenhydrat- und Proteinquellen schnell.

Bei Störungen nimmt die Aktivität zu, und die größeren Arbeiterinnen nähern sich häufig der Störungsquelle. Ihr Verteidigungsverhalten ist jedoch im Allgemeinen leichter zu handhaben als das wirklich aggressiver Gattungen.

Mit zunehmender Koloniegröße wird die Anwesenheit der Majore immer deutlicher und verleiht der Gruppe ein sehr auffälliges Erscheinungsbild.

Kolonie und Entwicklung

Wie bei anderen Camponotus verläuft die Entwicklung im Vergleich zu kleineren, opportunistischeren Ameisen relativ langsam.

Der gesamte Körper ist mit reichlicher goldener oder gelblicher Behaarung bedeckt, die besonders an Gaster und Beinen deutlich sichtbar ist. Bei den Majoren verleiht die Kombination aus großem Kopf, matter Cuticula und dichter Behaarung ein sehr robustes Erscheinungsbild.

Die Antennen sind gekniet und besitzen einen langen Scapus; die Augen sind relativ groß und seitlich am Kopf angeordnet.

Das Mesosoma weist das für Orthonotomyrmex charakteristische kantige Profil auf, mit einer deutlichen metanotalen Einsenkung vor dem Propodeum. Der Petiolus bildet einen relativ hohen und klar ausgeprägten Knoten.

Die Gaster ist oval und voluminös, besonders bei der Königin, und kann durch die Behaarung der Tergite einen dezenten goldenen Schimmer zeigen.

Arbeiterinnen

Die Arbeiterinnen zeigen eine ausgeprägte Größenvariation, von kleinen Minoren bis zu kräftigen Majoren mit deutlich breiterem Kopf.

Der Übergang zwischen diesen Formen ist fließend, sodass keine vollständig getrennte Soldatenkaste vorhanden ist.

Majore besitzen proportional kräftigere Mandibeln und einen deutlich breiteren Kopf, während Minore schlanker gebaut sind und einen großen Teil der Erkundung und alltäglichen Arbeiten übernehmen.

Königin

Die Königin ist deutlich größer und kräftiger als die meisten Arbeiterinnen und besitzt ein stark entwickeltes Mesosoma, das mit der ehemaligen Flugmuskulatur zusammenhängt.

HALTUNG IN GEFANGENSCHAFT

Schwierigkeitsgrad: 2/5 – Anfänger

Es handelt sich um eine robuste und anpassungsfähige Camponotus, die sich für Halter eignet, die bereits die grundlegende Pflege einer Königin oder kleinen Kolonie kennen, aber keine besonders empfindliche Art möchten.

Wichtig ist vor allem, dauerhaft durchnässte Nester zu vermeiden, einen warmen Bereich bereitzustellen, ohne die gesamte Anlage zu überhitzen, ständig Kohlenhydrate anzubieten und die Proteinmenge an die vorhandene Brut anzupassen.

Temperatur

Während der aktiven Phase eignet sich ein Bereich von ungefähr 24–28 °C gut.

Ein lokaler Wärmepunkt kann etwa 28–30 °C erreichen, sofern der übrige Nestbereich kühler bleibt und die Kolonie wählen kann.

Es ist besser, nicht das gesamte Nest gleichmäßig zu beheizen. Ein Temperaturgefälle ermöglicht es den Arbeiterinnen, Eier, Larven und Puppen entsprechend ihren Entwicklungsbedürfnissen zu verlagern.

Bei Raumtemperaturen von etwa 21–23 °C kann die Kolonie aktiv bleiben, die Entwicklung verläuft jedoch gewöhnlich langsamer.

Feuchtigkeit

Temperatur

Während der aktiven Phase ist ein Bereich von ungefähr 24–28 °C geeignet.

Ein lokaler Wärmepunkt von 27–29 °C kann die Entwicklung der Brut beschleunigen, sofern der übrige Nestbereich kühler bleibt.

Es ist besser, nur einen Teil des Nestes zu beheizen, anstatt die gesamte Anlage auf derselben Temperatur zu halten.

Dadurch können die Arbeiterinnen Eier, Larven und Puppen entsprechend ihren Bedürfnissen verlagern.

Feuchtigkeit und Belüftung

Der Brutbereich sollte leicht feucht bleiben, während der Puppenbereich etwas trockener und besser belüftet sein kann.

Der Futtersuchbereich sollte trocken oder nur leicht feucht gehalten werden.

Eine gute Belüftung hilft, Kondensation zu vermeiden, und verringert das Risiko von Schimmel sowie die Ansammlung organischer Abfälle.

Koloniegründung

Die Brut benötigt Proteine:

  • Fruchtfliegen;
  • kleine Schaben;
  • Grillen;
  • Fliegen;
  • Nachtfalter;
  • Stücke größerer Insekten.

Wie bei anderen Camponotus steigt der Proteinverbrauch, wenn viele Larven vorhanden sind, und sinkt, wenn die Kolonie nur wenig Brut hat.

Frisch getötete Insekten sind hervorragend geeignet und erleichtern die Fütterung, insbesondere bei kleinen Kolonien.

Sauberes Wasser sollte unabhängig von zuckerhaltigen Flüssigkeiten jederzeit verfügbar sein.

Saisonale Ruhephase

Diese Linie benötigt keine kalte Diapause.

Es kann jedoch zu einer leichten saisonalen Verlangsamung kommen, wenn die Raumtemperatur im Winter sinkt.

Es ist nicht notwendig, diese Ruhephase zu erzwingen, indem die Kolonie sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt wird.

Eine Haltung bei ungefähr 20–22 °C während der kühlsten Zeit ist ausreichend, wenn eine saisonale Absenkung gewünscht wird.

Verhalten in der Haltung

Aufgrund ihrer charakteristischen Körperhaltung und der deutlichen Größenunterschiede zwischen den Arbeiterinnen ist diese Art sehr interessant zu beobachten.

Die Minore übernehmen einen großen Teil der Erkundung und der alltäglichen Arbeiten, während die größeren Arbeiterinnen mit zunehmender Koloniegröße immer deutlicher in Erscheinung treten.

Unter stabilen Bedingungen sind sie gewöhnlich ruhig, Störungen können die Aktivität im Futtersuchbereich jedoch schnell erhöhen.

Sie nutzen sowohl flüssige Kohlenhydratquellen als auch Insektenbeute bereitwillig.

Die Kolonie sollte stets genügend Platz zur Futtersuche haben, solange sie klein ist, ist eine übermäßig große Anlage jedoch nicht erforderlich.

Handhabung und Sicherheit

Als Mitglied der Formicinae besitzt Camponotus cf. mayri keinen funktionsfähigen Stachel.

Die Arbeiterinnen können sich mit ihren Mandibeln verteidigen und Ameisensäure über den Acidoporus abgeben.

Direktes Anfassen ist daher insbesondere bei größeren Arbeiterinnen nicht zu empfehlen, auch wenn diese Art wesentlich leichter zu handhaben ist als Ameisen mit einem kräftigen Stachel.

Handhabung und Sicherheit

Es handelt sich nicht um eine besonders aggressive Art, dennoch sollte direkter Kontakt vermieden werden.

Majore besitzen kräftige Mandibeln und können beißen, wenn sie festgehalten oder eingeklemmt werden.

Als Formicine besitzt sie keinen funktionsfähigen Stachel, kann jedoch zur Verteidigung Ameisensäure über den Acidoporus abgeben.

Eine gute Ausbruchssicherung, sichere Verbindungen zwischen den Modulen und die Verwendung einer Pinzette bei Pflegearbeiten reichen für eine sichere routinemäßige Haltung aus.

Dificultad
Einsteiger
No reviews

9 andere Artikel in der gleichen Kategorie: